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Die Zukunft des Gasnetzes in der Stadt Bern

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Interview mit Daniel Stauffenegger, Leiter Unterhalt Netz- & Anlagebau, ewb

Die Zukunft des Gasnetzes in der Stadt Bern

Energie Wasser Bern (ewb) ist ein selbstständiges, öffentlich-rechtliches Unternehmen im Besitz der Stadt Bern und garantiert in Bern und der Region eine sichere und zukunftsfähige Versorgung mit Wasser und Energie. Ewb bestellt schon seit vielen Jahren regelmässig Produkte von Wild: neben starren und flexiblen Hauseinführungen für Wasser und Gas auch Kugelhähne, Anbohrarmaturen, Absperrklappen und Formstücke.  

 

Lieber Herr Stauffenegger, 

Die ewb ist schon seit vielen Jahren treue Wild-Kundin und zählt auf die Qualität unserer Produkte und Dienstleistungen. Vielen herzlichen Dank dafür! Es freut uns sehr, dass wir Ihnen aktuelle Fragen zum Berner Versorgungsnetz stellen dürfen.  

Wo liegen die aktuellen Herausforderungen im Wasser- und Gasnetz?   

Durch den intensiven Ausbau des Fernwärmenetzes innerhalb der nächsten zehn Jahre werden viele beste­hende Wasser- und Gasleitungen infolge des zusätzlichen Platzbedarfs verdrängt. Obwohl die Lebensdauer dieser Leitungen zum grossen Teil noch nicht erreicht ist, gibt es also bereits früher als gedacht hohen Investitionsbedarf. Durch die hohe Intensität ist nicht nur die Finanzierung eine grosse Herausforderung, sondern auch der hohe Bedarf an Personal und externen Partnern, welche die Projekte gemäss Terminplan umsetzen sollen.  

Was ist in Bern die Strategie mit dem Gasnetz?   

Die Zielvorgaben zum Ersatz von Erdgas durch erneuerbare Energieträger sind im Absenkpfad des Klimareglements festgehalten. Darauf aufbauend setzt Energie Wasser Bern vor allem den Transformationsprozess zur Dekarbonisierung der Wärmeversorgung in der Stadt Bern um.   

Der Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung von Energie Wasser Bern befassen sich intensiv mit der Frage der künftigen Nutzung der bisherigen Gasinfrastruktur bzw. einer erneuerbaren und wirtschaftlichen Entwicklung der Gasversorgung. Dies muss dabei Hand in Hand mit dem Ausbau der Berner Fernwärmeversorgung sowie der Planung von weiteren, nachhaltigen Wärmeverbünden auf dem Stadtgebiet geschehen. Der verbleibende Gasbedarf will ewb schrittweise mit Gas aus erneuer­baren Quellen respektive Biogas decken, insbesondere in Gebieten, in denen keine anderen erneuerbaren Energien eingesetzt werden können oder wo die Anwendung dies so nicht zulässt.    

Neue Gasanschlüsse für Raumwärme und Warmwasser werden nur noch in Gebieten gebaut werden, in denen alternative Energielösungen aus technischer und wirtschaftlicher Sicht nahezu unmöglich umzusetzen sind, z.B. in der unteren Altstadt von Bern. In den Gebieten des Fernwärmeausbaus werden wir die Gasleitungen langfristig und etappiert stilllegen. Von einem voreiligen physischen Rückbau der Gasinfrastruktur sehen wir allerdings ab. Denn dies würde eine potenzielle Nutzung von Zukunftstechnologien wie zum Beispiel „Power to Gas“ ‒ in seiner elementarsten Form mit Wasserstoff ‒ verunmöglichen.  

Wie viele Hausanschlüsse werden pro Jahr in der Stadt Bern installiert?  

Neue und Sanierungen: ca. 350 Stk.  

Ewb ist schon seit vielen Jahren Kundin der Firma Wild. Was hat ewb anfänglich dazu bewogen,  
auf Wild Produkte zu setzen? Was schätzen Sie an der Firma Wild?  

Damals wie heute schätzen wir das Sortiment, die Qualität und die hohe Verfügbarkeit der Produkte, sowie die persönliche Beratung und Betreuung. Anders als früher, müssen heute alle Warengruppen öffentlich ausgeschrieben werden. Erfreulicherweise konnten wir vor Kurzem mit der Wild Armaturen wiederum einen neuen Vertrag unterzeichnen.  

Was schätzen Sie an den Eigenschaften der Wild-Hauseinführungen?  

Die Produkte sind einfach, innovativ und flexibel anwendbar, je nach Objekt, wo diese montiert werden. Wir schätzen diese, sowohl zum Einmörteln, wie auch in Verbindung mit Pressringen.  

Was zeichnet die Wild Gas-Hauseinführungen aus auf dem Weg zur CO2-Neutralität? 

Es ist ein grosser Vorteil, dass die Produkte bereits jetzt H2-ready sind für dein Einsatz von bis zu 100% Wasserstoff im Gasnetz. Bei zukünftigen Ausschreibungen werden alle Leitungskomponenten diesen Standard erfüllen müssen.  

Wo setzen Sie gerne unsere flexiblen Haus­einführungen ein und wieso?  

Meistens werden diese dort verwendet, wo Netzanschlüsse senkrecht durch die Bodenplatte in ein neues oder bestehendes Gebäude eingeführt werden. Die Auswechselbarkeit, die Längen und das geringe Gewicht sind ein grosser Vorteil, da solche Stellen in der Regel später kaum mehr zugänglich sind.  

Welche Erfahrungen haben Sie in all den Jahren der Zusammenarbeit mit der Firma Wild und den Wild Produkten gemacht?  

Es waren durchwegs gute Erfahrungen. Auf die Produkte und die Betreuung ist Verlass. Wir danken der Wild Armaturen herzlich für die angenehme Zusammenarbeit.  

Herr Stauffenegger, wir bedanken uns vielmals für das Interview und das in die Firma Wild gesetzte Vertrauen.  


Verantwortliche

Energie Wasser Bern (ewb)